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Metalfest startet auf der Loreley: Eindrücke vom ersten Tag

Ein erster Gang über das Festivalgelände bestätigt das, was der Veranstalter vorher angepriesen hat. Es ist wirklich eins der schönsten Festivalgelände überhaupt. Die Steinränge die sich durch die Area ziehen ermöglichen einen besten Blick auf die Bühne, egal, wo man sitzt oder steht. Auch die Akustik ist in allen Bereichen des Geländes bestens ausgesteuert.

DSC 0053Es gibt für die Festivalbesucher nur ein einziges „Manko“ vor der Bühne gibt es keinen Platz für übliche Aktionen wie Pogo, Circle Pit oder gar einer Wall of Death. Der Freiraum zwischen der ersten Sitzreihe und der Absperrung vor der Bühne beträgt nur geschätzte 1,5 Meter. Das reicht für solche Aktionen leider nicht aus. Aber das ist für die Personen, die sich einfach mal in „Ruhe“ ein Festival anschauen wollen, natürlich ein riesiger Vorteil.

Große Wiesen bieten die Möglichkeit sich auch einmal hinzulegen und die Ruhe zwischen den einzelnen Gigs zu genießen. Umrandet wird alles von diversen Verkaufsständen, an denen einem Speisen, Getränke und eine riesige Anzahl an Merchandise Artikel angeboten werden… und das alles in der großartigen Kulisse der umliegenden Landschaft.

DSC 0054Die Besucher strömen auf das Gelände und bringen gleich eine super Laune mit. Dadurch erhält die Veranstaltung trotz der Größe ein richtig familiäres Feeling. Schon auf dem Weg zum Gelände haben sich es die zu Hauf angereisten Leute nicht nehmen lassen, von sich aus schon einiges zu bieten. So findet man zum Beispiel auf der Straße, die am anliegenden Campingplatz vorbeiführt, Leute die einen dazu auffordern, mit Ihnen zusammen eine Art Kubb (das Wikingerspiel) mit gefüllten Bierdosen zu spielen, aus einer Bierkanone oder auch Bierschläuchen zu trinken. Skulpturen aus Bierdosen vor einigen Zelten, diverse Verkleidungen werden präsentiert, manchmal findet man sogar jemanden, der sich für Free Hugs für Festivalbesucher anbietet.. Spaß steht hier im Vordergrund.

 

 

 

So nun aber zu der eigentlichen Attraktion des Festivals.. die Bands :

 

 Gerade angekommen, geht es gleich mit ZODIAC los. Ruhiger solider Metal dröhnt aus den Boxen. Der Sound ist perfekt abgemischt und wummert richtig schön. Die Band wirkt sehr routiniert, bewegt sich aber leider nur sehr wenig auf der Bühne. Die geilste Aktion gibt es am Ende des Gigs, als sich der Gitarrist/Sänger auf den Laufsteg der Bühne begibt und während des Songs ein ellenlanges Solo zum Besten gibt.

Keine 20 Minuten später geht es mit FUELED BY FIRE weiter. Die 4 Leute geben auf der Bühne alles, so viel oldschool thrash Power habe ich selten erlebt. Es gibt kaum einen Moment in dem jemand still steht. Es gibt hierbei nur ein kleines Manko.. die Solos sind ein wenig zu leise abgemischt, ansonsten ist alles perfekt!

Danach geht es Knall auf Fall mit druckvoller Gitarrenarbeit weiter. STEELWING setzen auf ausdrucksstarken Eierkneifer Gesang und locken mit ihren Songs die ersten Crowdsurfer hervor. Die Schweden wissen sich sehr gut zu präsentieren und bringen eine gute Laune rüber. Das Publikum steht auf den Sitzreihen um fleißig zu jubeln.

Mit einer kleinen Planänderung geht es weiter. BATTLEBEAST die eigentlich erst am Freitag spielen sollten, entern die Bühne. Anfangs ist das Publikum noch ruhig und die Ränge recht leer, doch mit traditionellem Metal und einer gehörigen Portion female Fronted power wird es schnell wieder voll . Harte Gitarren, drückende Drums und märchenhaft anmutende Keyboards… damit haben es Finnen raus die Menge zu begeistern.

“We don't Play any Kind of Death Metal.. We play oldschool shit !“ Mit diesem Spruch begrüßt Billy Milano die zahlreich angereisten Anhänger von MOD. Als erste Kultband des Tages haben die Jungs es leicht, die Meute zu begeistern. Ein netter Spruch von Billy folgt sogleich "some of you were sperms when this song came out !" Mod dürfte den Altersdurchschnitt der heute auftretenden Bands kräftig nach oben reißen, doch die Show ist so voller Bewegung, dass man sie wirklich in einer Vorbildfunktion zeigen lassen kann. Sie ziehen einen Klassiker nach dem anderen aus dem Ärmel. Auch Songs aus SOD Zeiten werden aus den Boxen gehauen. "Speak english or die !" ist in der Setlist der stärkste Song!

Was nun kommt, lässt einem die Gänsehaut sprießen! DEATH betreten die Bühne! Nachdem Chuck Schuldinder 2001 verstorben ist, hat sich das Line Up des Human Albums unter Verstärkung von Max Phelbs zusammengetan um eine der besten Bands wieder aufleben zu lassen. Kaum betreten sie die Bühne, sieht man dem Publikum die Begeisterung (teilweise mit einer Träne im Auge) an. Voller Power und Elan prügelt sich die Band durch ihre Setlist. Beginnend mit Flattening of emotions bewegt sich das Set durch das gesamte Repertoire der Band. Bei Spirit Crusher und Symbolic werden Schlagzeuger und ein Gitarrist sowie der Gesang durch Bandmitglieder von OBSCURA übernommen. Insgesamt eine geile Show, die mit Pull the Plug endet und die Herzen der zu Hauf angereisten Death Fans vollends befriedigt.

Nach einer kurzen Umbaupause geben SALTATIO MORTIS ihr Mittelalter-Metal Set zum Besten. Im Handumdrehen gibt es vor der Freilichtbühne Loreley keinen freien Platz mehr. Sie treffen mit hartem Metal, gepaart mit Dudelsäcken und Leiern absolut den Nerv des Publikums.. Eine Riesen Party steigt, die Stimmung ist am Siedepunkt ! Die Spielfreude ist überwältigend. Die Acht! Musiker spielen Songs aus allen Alben und kramen dabei einen Hit nach dem anderen heraus.

Nicht minder gefüllt waren die Ränge der Freilichtbühne bei der nachfolgenden Band PHILIP H. ANSELMO AND THE ILLEGALS. Nachdem angekündigt wurde das dieses heutige Set einige Songs aus vergangenen PANTERA Alben enthalten soll, ist die Erwartungshaltung der Anwesenden sehr hoch. Der Opener „New Level“ ist perfekt gewählt um Begeisterungsstürme auszulösen. Phil Anselmo stürmt wie eine Dampfwalze nach vorne und gibt alles, der Rest der Band ist zwar ständig präsent, geht aber trotzdem hinter Phil unter. Das Set ist aus Songs von PHAATI, SUPERJOINT RITUAL und PANTERA zusammengewürfelt und bewegt sich nach eigenen Angaben im Overdose-Powermetal Bereich. Leider bewegt sich das spielerische Level nicht auf Pantera Niveau und Phils Stimme ist nicht mehr so zielsicher wie in alten Tagen, bei manchen Extrem -Schreiattacken bricht seine Stimme sogar komplett weg. Seinen Charme des rotzigen Straßenjungen hat er jedoch immer noch und so verzeiht man ihm einige Ausreißer.

Im Anschluss folgt eine längere Pause um alles auf die Publikumslieblinge SABATON vorzubereiten. Bis zum letzten Moment bleibt dabei das Schlagzeug komplett verdeckt.. und das mit gutem Grund ! Mit den ersten Tönen nach dem Final Countdown Intro wird man auf der Bühne förmlich von einem riesigen Drumpanzer überrollt, der ständig Salven auf das Publikum abfeuert. Es präsentiert sich eine gut gelaunte Band, mit perfekt dargebotenen Songs und einer geballten Feuerkraft. Ständig flackert die überdimensionale Bühnenbeleuchtung, Explosionen ertönen, eine Pyroshow und Feuersäulen lassen die Besucher in den ersten Reihen schwitzen. Diese Band hat bei allen Anwesenden eine bleibenden Eindruck hinterlassen und so endet dieser erste Tag mit einer Menge fröhlicher Gesichter und einer Partylaune, die bis in die frühen Morgenstunden anhält.

Nach diesem absolut starken ersten Tag darf man gespannt sein, wie sich das Festival weiter entwickelt.

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